Presse
19.07.2017, 09:00 Uhr | Märkische Oderzeitung / Onlineredaktion / Kai-Uwe Krakau
Moderne Bahnsteige an der RB 25
An der Regionalbahn-Linie 25 sollen 2018 insgesamt fünf Stationen modernisiert und barrierefrei umgebaut werden. Das Vorhaben ist lobenswert - die Tücken liegen jedoch im Detail.
Umbaupläne: Am Bahnhof Ahrensfelde-Friedhof soll der bisherige Bahnsteig abgerissen und auf der anderen Seite des Gleises (rechts vom Zug) neu gebaut werden - die Ahrensfelder Gemeindevertreter halten das nicht für eine gute Lösung.
Personenbahnhöfe, die "auf der Höhe der Zeit" sind, gelten als eine wesentliche Voraussetzung für eine Akzeptanz und zunehmende Nutzung des schienenbezogenen Personennahverkehrs. Das Bundesverkehrsministeriums hatte deshalb im vergangenen Jahr ein Modernisierungsprogramm aufgelegt. Bis 2018 sollen zwischen Nordsee und Alpen insgesamt 108 kleine Bahnstationen umgerüstet werden. 160 Millionen Euro stehen dafür bereit, Bund und Länder beteiligen sich paritätisch an den Kosten. "Unser Ziel ist es, einen durchgängigen Qualitäts- und Servicestandard der Bahnstationen zu erreichen", sagte Mathias Gebauer von der DB Station & Service AG am Montagabend bei der Vorstellung der Pläne in der Gemeindevertretung Ahrensfelde.Die Arbeiten werden an den Stationen Ahrensfelde-Friedhof, Ahrensfelde Nord sowie Blumberg erfolgen. Darüber hinaus sind auch die Haltepunkte Seefeld und Werneuchen betroffen. "Wir passen die Bahnsteighöhen auf einheitlich 76 Zentimeter an", erläuterte der Diplom-Ingenieur. Ferner werde der Belag erneuert und ein Blindenleitsystem geschaffen. Verbesserungen solle es auch bei den Zugängen sowie beim Wetterschutz, der Beleuchtung und der Kundeninformation geben. An der Station Ahrensfelde- Friedhof wird der Bahnsteig zudem abgerissen und auf der anderen Seite des Gleises neu gebaut. Gebauer begründete dies mit der besseren Anbindung an den Buslinienverkehr. Die Fahrgäste müssten dann nicht mehr die Gleise überqueren, die Kommune könnte einen P+R-Platz errichten. Im Bahnhof Blumberg gibt es aktuell zwei Gleise. Eine Zugkreuzung ist damit möglich,wird aber nicht in Anspruch genommen. Die Pläne der Deutschen Bahn sehen nun, sollte es einmal zu einer Taktverdichtung auf der Regionalbahn-Linie kommen, eine sogenannte Tandem-Lösung vor. Das bedeutet, dass es an einem Gleis zwei Bahnsteige geben wird. Über eine Weichenverbindung können sich damit wieder Züge begegnen. Den Antrag für die Plangenehmigung will die DB Station & Service AG bereits im August stellen. Die Arbeiten sollen dann im Juli 2018 beginnen und insgesamt sechs Wochen dauern. "In dem Zeitraum wird auch die DB Netz AG sicherungstechnische Anlagen erneuern", erklärte Gebauer. In Blumberg und Werneuchen sollen unter anderem elektronische Stellwerke die alte Technik ersetzen. Vor allem die Verlegung des Bahnsteiges am Friedhof stieß bei den Gemeindevertretern auf Kritik. Winfried Wolf (Bündnis 90/Grüne) wies darauf hin, dass an der Ulmenallee möglicherweise ein Schulcampus entsteht. Auch die Verkehrssituation an der Bahnstraße sei schwierig. Oda Formazin (Freie Wählergemeinschaft) setzte sich überdies für den Erhalt des alten Bahnsteigdaches ein. Dies wurde aber von Gebauer "aus wirtschaftlichen Erwägungen" abgelehnt. Bei täglich 170 bis 250 Reisenden könne man sich ein 600 Quadratmeter großes Dach, das auch unterhalten werden müsse, nicht leisten. Gertraude Herzog (Linke) schlug einen weiteren Haltepunkt an der Blumberger Schlossparksiedlung vor. "Der enge Takt erlaubt keinen zusätzlichen Halt", entgegnete der Planer. Zudem müsste diese Frage zwischen dem Land und dem Verkehrsverbund geklärt werden. "Ich habe den Eindruck, dass alles schon feststeht", bemängelte Klaus Joachim. Die Bahn hätte früher über ihre Pläne informieren müssen, so der Gemeindevertreter. "Kurzfristig", so einigte man sich schließlich, will die Gemeindevertretung nun noch eine Stellungnahme zu den Plänen abgeben.
aktualisiert von Maik Berendt, 25.07.2017, 09:07 Uhr
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