Presse
05.05.2017, 19:30 Uhr | Märkische Oderzeitung / Onlineredaktion / Kai-Uwe Krakau
Wohnen für die Generation 60plus
 Auf einer rund 4500 Quadratmeter großen Fläche an der Ulmenallee in Ahrensfelde soll ein "Wohnprojekt für altersgerechtes Wohnen mit Betreuungskonzept" entstehen - inzwischen formiert sich der Widerstand.
Ehrgeiziges Projekt: Der Geschäftsführer der Anka Zukunftswohnen GmbH, Christoph Buchmüller, erläuterte den rund 100 interessierten Ahrensfeldern die Pläne seines Unternehmens an der Ulmenallee. © MOZ/KAI-UWE KRAKAU
 Wer ausdrücklich gebeten wurde und betroffen ist, der will sich auch informieren. Dies zeigte sich erneut am Dienstagabend, als die Gemeindeverwaltung sowie die Anka Zukunftswohnen GmbH zu einer Informationsveranstaltung ins Ortsteilzentrum Ahrensfelde eingeladen hatten. Rund 100 Bürger waren gekommen, um aus erster Hand etwas über die Pläne zu erfahren.

Ortsvorsteher Peter Hackbarth bezeichnete die Fläche an der Ulmenallee als "eine Möglichkeit", im Bereich des Betreutes Wohnens in Ahrensfelde etwas zu tun. "Wir werden weitere Standorte ausweisen müssen", sagte Hackbarth und verwies auf den steigenden Bedarf. Als Beispiel nannte er unter anderem das geplante Wohngebiet an der Kirschenallee.

Fachbereichsleiterin Regina Schaaf betonte die "Anstoßwirkung" der Informationsveranstaltung. Die Bürger sollten sich mit ihren Anregungen, Hinweisen und Kritiken in den laufenden Verfahrensprozess einbringen, so die leitende Rathausmitarbeiterin.

Die Gemeindevertretung hatte bereits in ihrer Sitzung am 20. Februar dem Verkauf der Grundstücke an der Ulmenallee zugestimmt. Der Buchwert war mit 490,93 Euro angegeben worden. Ein Gutachten sowie der Kaufvertrag sollte den Gemeindevertretern vorgelegt werden. Ferner wurde die Aufstellung des Bebauungsplanes "Betreutes Wohnen Ulmenallee" im Regelverfahren mit Umweltprüfung beschlossen.

Anka-Geschäftsführer Christoph Buchmüller rückte in seinen Ausführungen dann doch von der Bezeichnung ab und sprach von einem "unabhängigen und zeitgemäßen Wohnen mit individuellem Serviceangebot". Die Anlage solle den Bewohnern ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen, so Buchmüller. Er verwies auf die guten Erfahrungen mit dem ersten Projekt in Schwanebeck. Dort habe man eine gute Mischung aus Eigennutzung und Vermietung erreichen können. Auch in Schönwalde seien die ersten Wohnungen bald bezugsfertig, so Buchmüller.

Für Ahrensfelde gibt es nach Angaben des Geschäftsführers bereits einen "groben Entwurf". Geplant seien 33 barrierefreie Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen mit einer Größe zwischen 51 und 65 Quadratmeter.

Im B-Planverfahren lote man nun die "Grenzen des Machbaren" aus, so Buchmüller. Der mögliche Baubeginn könne der März 2018 sein. Als Partner für die Serviceleistungen hat der Bauträger die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal gewonnen, die auch schon in den beiden anderen Projekten tätig ist. "Die Menschen können in ihren Wohnungen weiter leben, auch wenn sie pflegebedürftig sind", so der Anka-Geschäftsführer.

Anwohner Frank Schulze wandte sich gegen die Bebauung "an diesem Standort". Der Initiator einer Petition sieht vor allem eine Verdopplung der bereits ausgereizten Verkehrsbelastung auf die Anwohner zukommen. Zusätzlicher Lärm - über den vom nahen Sportplatz hinaus - sei zu befürchten. Zudem seien dauerhaft überflutete Keller durch eine massive Bodenversiegelung nicht auszuschließen. Der Ahrensfelder betonte, dass betreutes und altersgerechtes Wohnen in der Gemeinde notwendig sind. Dazu sollten gemeinsam entsprechende Vorschläge gemacht werden.

Andere Teilnehmer der Veranstaltung kritisierten ebenfalls die Pläne. Gemeindevertreter Wolfgang Unger wandte sich vor allem gegen die "kommunalen Vorgaben, die interpretiert werden können" und sprach von einem "falschen Weg". Man dürfe nicht ständig das gemeindliche Eigentum verscherbeln. Die Einwohner wollten zwar altersgerechtes Wohnen, das müsse aber bezahlbar sein. Dieses Ziel werde aber mit den geplanten Eigentumswohnungen nicht erreicht, so der Mehrower.

aktualisiert von Maik Berendt, 07.05.2017, 19:25 Uhr
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