Presse
13.02.2017, 14:00 Uhr | Märkische Oderzeitung / Onlineredaktion / Kai-Uwe Krakau
Ahrensfelde will zweite Grundschule
Die Gemeinde Ahrensfelde will eine zweite Grundschule bauen. Denkbar ist ein Bildungs-Campus, der auch Standort einer weiterführenden staatlichen Schule ist.
"Nach derzeitigem Stand werden wir 2017/18 an der Grundschule Blumberg fünfzügig sein", sagte Bürgermeister Wilfried Gehrke im Gespräch mit der Märkischen Oderzeitung. Als Grund nannte er das weitere Wachstum der Kommune. Immer mehr Familien würden mit ihren Kindern nach Ahrensfelde ziehen. "Wir schließen selbst eine Sechszügigkeit in naher Zukunft nicht aus", betonte der Christdemokrat. Es sei daher klar, dass die Gemeinde "in den nächsten drei Jahren" reagieren müsse. Dies betreffe sowohl den Kindergarten- als auch den Grundschulbereich. "Wir wollen als attraktiver Wohnstandort die Qualität sichern", so Gehrke. Dazu gehöre es auch, die notwendigen baulichen Voraussetzungen zu schaffen. Es bringe niemandem etwas, die Kapazitäten etwa bei den Kitas voll auszureizen. "Das ist weder den Kindern noch den Eltern und Mitarbeitern zuzumuten", sagte der Ahrensfelder Verwaltungschef.
Gehrke kündigte an, dass sich der Ausschuss für Kultur und Soziales mit der Schul-Standortfrage beschäftigen werde. Dies geschehe jedoch nur unter einer Voraussetzung: "Die Gemeindevertretung muss den sich in Vorbereitung befindlichen Bebauungsplänen zustimmen", so der CDU-Politiker. Ansonsten mache dies wenig Sinn. Entsprechende finanzielle Mittel zur kommunalen Schulentwicklungsplanung sind nach Angaben von Gehrke im Haushalt eingestellt. Darüber hinaus werde man sich auch externe Unterstützung holen, hieß es.
Die Gemeinde Ahrensfelde bekräftigte erneut ihre Forderung nach einer weiterführenden staatlichen Schule. Bereits 2007 stand dieser Wunsch auf der Tagesordnung - und wurde abgelehnt. Auch vor fünf Jahren sah der Landkreis Barnim keinen Handlungsbedarf und verwies auf "stagnierende Bevölkerungszahlen". Im vorliegenden Entwurf der Kitabedarfs- und Schulentwicklungsplanung bis 2022 ist die Kommune ebenfalls nicht berücksichtigt.
"Wir teilen nicht die Auffassung des Kreises, sondern gehen von mehr Kindern aus", so Gehrke. Man habe deshalb die Wohngebiete genauer untersucht und eine Steigerung der Kinderzahlen im Alter von Null bis sechs Jahre um 30 Prozent festgestellt.
Darüber hinaus verwies Gehrke darauf, dass Mädchen und Jungen nicht mehr Berliner Bildungseinrichtungen besuchen können. Bei der Grundschule sei dies bereits seit 2011/2012 der Fall, bei den weiterführenden Schule ab 2013. "Die Hälfte der Schüler aus Eiche, Ahrensfelde und Lindenberg sind früher nach Berlin gegangen", erinnert sich der Verwaltungschef.
Die Gemeinde wolle ein gemeinschaftliches Lernen vor Ort ermöglichen, dafür sei eine weiterführende Schule dringend erforderlich. Tägliche Schulwege, die schon mal 180 Minuten dauern können, seien nicht mehr akzeptabel. "Wir brauchen deshalb einen Standort für Grund- und Oberschule", so der Christdemokrat. Eine Liegenschaft habe man bereits im Auge, hieß es. Weitere Einzelheiten, beispielsweise, in welchem Ortsteil sich die zur Verfügung stehende Fläche befindet, wollte die Kommune nicht nennen.
Im Flächennutzungsplan sind derzeit 54 Hektar für eine Wohnbebauung ausgewiesen. Die Planverfahren haben unterschiedliche Entwicklungsstadien. Zwölf Hektar sollen in den kommenden fünf Jahren noch hinzukommen. Die Kommune geht laut Kämmerer Andreas Knop davon aus, dass die Bevölkerungszahl in diesem Zeitraum um rund 2900 Menschen zunimmt.
Die Hoffnung auf eine weiterführende Schule ist groß, aber manchmal werden schließlich Wünsche wahr - auch schon vor Weihnachten.
aktualisiert von Maik Berendt, 13.02.2017, 14:52 Uhr
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